MÖNCHENGLADBACH WZ vom 24.07.2017

Algenpest: Fische sterben im Peeler Feldchen See
Feuerwehr und Angelverein bekämpften am Wochenende eine Algenplage, die dem Wasser den Sauerstoff entzogen hat.

Auch frisches Wasser wurde dem See zugeführt.

Mönchengladbach-Peel. Großes Fischsterben im Peeler Feldchen See. Feuerwehr und Angelverein bekämpften am Wochenende eine Algenplage, die dem Wasser den Sauerstoff entzogen hat.

Wie die Feuerwehr Mönchengladbach berichtete, hatten sich in den Vereinsgewässern in Peel Wasseralgen schlagartig vermehrt und den Sauerstoffgehalt des Wassers rapide gesenkt. Folge: Am frühen Samstag trieben tote Fische auf dem Wasser. Als die ersten Einsatzkräfte am See eintrafen, hielten sich außerdem ungewöhnlich viele Fische an der Wasseroberfläche auf.

Die Feuerwehr versuchte mit mehreren Pumpen das Wasser umzusetzen und zu belüften. Außerdem schaufelten die Retuungskräfte gemeinsam mit Mitgliedern des Angelvereins n die Algen aus dem Wasser, um die Wasseroberfläche wieder durchgängig zu machen.

24. Juli 2017 | 00.00 Uhr
Mönchengladbach Algenflut löst Fischsterben im See "Peeler Feldchen" aus.

Mitglieder und Freunde des Anglervereins halfen mit, die Algen aus dem See zu fischen.FOTO: Theo Titz

Mönchengladbach. Stundenlang haben Feuerwehrkräfte und Mitglieder und Freunde des Anglervereins Mönchengladbach-Rheydt 1935 am Samstag gegen das Fischsterben im See "Peeler Feldchen" gekämpft.

Dort hatte sich der Sauerstoffgehalt des Wassers durch eine schlagartige Vermehrung von Wasseralgen so rapide gesenkt, dass bereits am frühen Samstag tote Fische auf dem Wasser trieben. Als die ersten Einsatzkräfte an dem See eintrafen, zeigten sich ungewöhnlich viele Tiere an der Wasseroberfläche. Die Feuerwehr setzte mehrere Pumpen ein, um das Wasser umzusetzen und zu belüften.

Gemeinsam mit den Mitgliedern des Anglervereins wurden die Algen aus dem Wasser geschaufelt, um die Wasseroberfläche wieder durchlässig zu machen. Im Einsatz waren die Einheiten Broich und Kothausen der Freiwilligen Feuerwehr, ein Lkw aus dem Technik und Logistikzentrum sowie der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Arbeiten in den kommenden Tagen weiter fortgeführt werden müssen, damit sich nicht wieder ein geschlossener Algenteppich bildet.(gap)

"Der Frühjahrsputz ist kein Hexenwerk" (Bericht der RP vom 12.03.2017)
Die Aktion "Frühjahrsputz" fand zum 21. Mal im Namen der Gesellschaft für Wertstofferfassung, Wertstoffverwertung und Entsorgung Mönchengladbach (GEM), der Stadtsparkassen und der Rheinischen Post statt. Die GEM stellt hierfür Zangen, Säcke und Handschuhe den Freiwilligen zur Verfügung.

Schon um 9.30 Uhr startete der Anglerverein am Geroweiher und suchte in und um das Gewässer nach Abfall. Vereinsmitglied Marcel Palme rudert mit den Neuzugängen des Vereins Niclas Venc und Felix Dreimüller auf den Weiher. "Ich hoffe, dass die Aktion die Leute dazu bringt, ihre Sachen nicht einfach unbedacht wegzuwerfen", sagt Felix Dreimüller.

Keine fünf Minuten später hilft Ben Segieth (10) vom Ufer aus, den ersten von insgesamt fünf gefundenen Regenschirmen aus dem Wasser zu fischen. "Am spektakulärsten war der Fund im letzten Jahr. Es war eine Tasche mit den Resten eines Raubüberfalls. Im Süden von Deutschland hatten Männer eine Frau ausgeraubt. In Mönchengladbachs Gewässern hatten die Täter dann die Tasche mit restlichen Uhren, und anderem Schmuck weggeworfen. Mit dem Fund könnte die Polizei einen der Täter schnappen", sagt Christian Sweet, erster Vorsitzender des Anglervereins.

Oft finden die Teilnehmer des Vereins beim "Frühjahrsputz" Einweggrills – vor allem in den Gewässern des Rheydter Stadtwaldes. "Was schnell verschwinden muss, wird in die Gewässer geworfen. Und da verschwindet der Müll fürs Erste sichtbar", sagt Christian Sweet. Darunter leiden müssen allerdings besonders die Fische. "Wir finden regelmäßig tote Tiere", sagt er.

Gut acht Kilometer weiter sammeln 20 Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Pfadfinderstamms "Fabula" Unrat auf dem Spiel- und Sportplatz an der Lorenz- Görtz- Straße in Giesenkirchen. "Wenn es solche Aktionen nicht geben würde, wäre hier alles vollgemüllt", sagt Erik Sieberdt (12).

Der Zwölfjährige ist zusammen mit Noah Pankok (11) schon das dritte Mal bei der Aktion "Frühjahrsputz" dabei. "Uns haben schon mal ältere Leute gefragt, was wir machen. Wenn wir von dem ,Frühjahrsputz' erzählten, waren die Leute froh", sagt Noah Pankok.

Doch nicht nur Vereine machten am Samstag bei der Müllbefreiung Mönchengladbachs mit. Unter den insgesamt 89 angekündigten Gruppen mit rund 1600 Teilnehmern waren auch etwa 40 Bürgerinnen und Bürger des Mönchengladbacher Ortsteil Herrath. "Am schlimmsten ist hier der Bahnhof. Da findet man so gut, wie alles an Müll", sagt Marcus Schmelzer, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins.

"Dieses Jahr fanden wir viele Sektflaschen und Raketenreste in den Felder. Das ist besonders ärgerlich, denn das müssen Herrather gewesen sein, die Silvester auf den Feldern feierten", sagt Silvia Vieten. Gemeinsam mit Marcus Schmelzer fuhr sie auf einem kleinen Traktor durch den Ort, um noch mehr Müll im Dorf einzusammeln. "Es ist kein Hexenwerk, ein bis zwei Stunden unseren Ort sauber zu machen", sagt sie.

WDR Lokalzeit Düsseldorf vom 14.03.2016

Bericht zum dubiosen Taschenfund im Stadtwald. Gedreht vom WDR Fernsehen für die Lokalzeit aus Düsseldorf. Verbrechen in Süddeutschland Kofferfund bringt Polizei auf die Spur von Münzdieb



14. März 2016 | 11.48 Uhr
Verbrechen in Süddeutschland

Kofferfund bringt Polizei auf die Spur von Münzdieb

Mönchengladbach. Es war der skurrilste Fund beim Frühjahrsputz in Mönchengladbach am vergangenen Wochenende. Beim Aufräumen stießen die Sammler auf einen Koffer. Der Inhalt ist laut Polizei einem Münzdiebstahl in Süddeutschland zuzuordnen.

Am vergangenen Samstag zogen die Müllsammler den Koffer, der mit Steinen beschwert unter Wasser versteckt war, aus dem Weiher des Stadtwaldes und übergaben ihn der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen stehen die Dokumente, die im Koffer gefunden wurden, im Zusammenhang mit einer Straftat.

Im Gespräch mit der Redaktion erklärte die Polizei am Montagmittag, dass es sich bei dem Inhalt um Münzhüllen und dazugehörige Zertifikate handele. "Wir gehen derzeit davon aus, dass der Koffer einem Münzraub in Süddeutschland zuzuordnen ist", sagte Polizeisprecher Willy Theveßen. Die Spurensicherung untersuche das Beweisstück derzeit.

Über den Grund, warum der Münzdieb den Koffer nach Entnahme der Münzen nicht entsorgt hatte, könne man nur spekulieren. "Vielleicht hatte der Räuber Angst, dass die Zertifikate irgendwo wieder auftauchen und die Spur dann zu ihm zurückverfolgt werden könnte", so Theveßen. Darüber hinaus könnten die Dokumente für den Weiterverkauf des Diebesgutes noch einmal wichtig werden.

Weitere Erkenntnisse gebe es derzeit noch nicht. Der Koffer dient den Ermittlern nun als Beweismittel.